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Borgo Sant’Andrea liegt in sanfter Südlage am letzten Moränenhügelring, einer der eindrucksvollsten Natur- und Kulturlandschaften der Region Friaul Julisch Venetien, und umfasst die gesamte darunter liegende Ebene bis zum Hügel Santa Maria del Gruagno. Gebildet wurden diese Hügel während der letzten Eiszeit im Quaternär; der Boden ist gut durchwässert und fruchtbar, hier und da wird das Bild von kleinen Wäldchen mit wilder Flora und Fauna unterbrochen. Der Legende nach befand sich einst in der darunter liegenden Ebene ein heute verschwundener See, dessen Spuren noch in der Gegend der Feuchtwiesen und der natürlichen Grundwasserquellen vorhanden sind; diese sind auch Ursprung eines äußerst interessanten Systems aus kleinen Bächen und Rinnsalen, die wahre Natur- und Umweltparadiese bergen. Ein überraschend schöner und nach den berühmten Weinbaugebieten Italiens und Frankreichs anmutender Landstrich.

Das gesamte Grundstück ist von kleinen Sträßchen umgeben, weitab von Lastverkehr, Industrieanlagen und intensiver Vieh- und Landwirtschaft; hier regieren Stille und Frieden, die nur durch das Geräusch von Schritten oder dem Zwitschern der Vögel durchbrochen werden. Dank der vielfältigen Tierwelt ist die Gegend sehr beliebt für Vogelbeobachtungen, Spaziergänge oder Ausflüge mit dem Fahrrad.

Der Weinberg

Ein Weinberg mit antiken Wurzeln – seine Einzigartigkeit

Das eiszeitliche Vermächtnis an Erdreich und Morpholgie der hiesigen Gegend, die ideale Lage am Südhang, die einerseits eine frische Brise von der Adria ermöglicht und andererseits Schutz vor den kalten Nordwinden bietet, dazu die Lage der Weinberge in 150-230 m Höhe über dem Meeresspiegel und die sich daraus ergebenden großen Temperaturschwankungen sowie die verzögerte Reifung der Früchte – all dies garantiert den Weinbergen von Borgo Sant’Andrea eine Vielfalt an einzigartigen und unnachahmlichen Mikroklimen und Mikrohabitats. Dank unseres respektvollen Umgangs mit der Natur ergeben sich daraus Weine mit Persönlichkeit und unverwechselbarem Charakter, mit gutem Aroma und elegantem Duft … der natürliche und ehrliche Ausdruck dieses besonderen Gebiets, das sich dem Weinbau verschrieben hat.

Geschichte

Ein fazinierender und geschichtsträchtiger Ort, mit großen Legenden und Emotionen

Die Ländereien und der Weiler finden erstmals am 11. Juni 983 urkundliche Erwähnung, als der deutsche Kaiser Otto II dem Patriarchen Rodoald von Aquileia den Besitz von fünf Schössern bestätigte, zu denen auch Brazzacco zählte.

Im ganzen Friauler Hügelland befanden sich damals zahlreiche Schlösser, die für die Überwachung der wenigen, jedoch grundlegend wichtigen Verbindungswege jener Zeit erforderlich waren. Wege, die nach den ersten Passagen der Kelten bis zu den heutigen Hauptstraßen aufeinanderfolgten und alle auf zuvor angelegte Römerstraßen zurückgehen.

In Brazacco umfing eine sehr weit reichende Wehrmauer in einem Ring sowohl das Ober- als auch das Unterschloss, deren Mauern sowie die im Besitz stehenden, sehr weitläufigen Ländereien.

In Borgo Sant’Andrea befinden sich sämtliche Überreste des antiken Unterschlosses von Brazzacco, das während der Plünderungen im Jahr 1309 und der Aufstände im Jahr 1511 bei Bränden vernichtet wurde; den Flammen fielen dabei der Hauptturm, das gleichnamige Kirchlein und das Pfarrhaus (ebenfalls um das Jahr 1000 erbaut), sowie die Wohnhäuser, Ställe, Scheunen, Hütten und alles zum täglichen Leben der zahlreichen Bewohner des Weilers sowie den landwirtschaftlichen Erfordernissen im Laufe der Jahrhunderte Notwendige zum Opfer.